24.01.2020  | 
CVJM-Jugendhaus Wriezen

Angst haben - mutig sein - Junge Gemeinde in Wriezen

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Am Freitag, den 24. Januar 2020 trafen sich die Jugendlichen zur Jungen Gemeinde im CVJM-Jugendhaus Wriezen, um anzukommen und gemeinschaftlich zu kochen und zu essen. Einige sind neu, andere kommen regelmäßig seit Jahren zur Jungen Gemeinde.

In einer Aktion agierten die Jugendlichen in Paaren. Einer war erblindet, der andere der Sehende und sie mussten den blinden Freund mit bloßen Worten durch den Raum führen. Für einige war die Aktion herausfordernd, für den einen oder anderen Blinden sogar beängstigend nichts zu sehen und auf einen anderen angewiesen zu sein. Die Jugendlichen mussten aneinander vertrauen und waren auf die Hilfe des Sehenden angewiesen.

Igitt Zahnärzte

So erzählte der Ehrenamtliche Marcel Schröder wie er in seiner Kindheit sowie heutzutage Angst vor dem Zahnarzt hat. Seine Eltern schleppten ihn zum Arzt. Seitdem er in Berlin wohnt, entschied er selbst, wann es richtig war zum Arzt zu gehen. Meistens zu spät. So erzählte Marcel, dass er glaubt, dass Menschen, die Angst haben, und sie überwinden, mutig sind. Das braucht Mut. Wer keine Angst hat, braucht auch keinen Mut.

„In meinem ersten Camp entschied ich mich in die Küche zu gehen und am Anreisetag bereitete ich das Abendessen vor und brachte die Tabletts in die Halle. Dabei hatte ich Angst über den Teppich zu stolpern und die Speisen vor den Augen der Jugendlichen fallen zu lassen. Ich war tierisch nervös. Jahre später predigte ich zum ersten Mal im selben Camp. Dieses Mal war ich verängstigt zu stottern, die Teens zu langweilen und das sie über mich lachen. Aber anders als beim Zahnarzt fehlte mir hier nicht der Mut. Ich war sicher, dass Gott wollte, dass ich von ihm – trotz meiner Ängste – erzählte“; so Marcel.

Habe keine Angst

Da brachte er eine Bibelgeschichte aus Josua 1, 1- 9 NGB mit. Josua sollte als Helfer Moses die Völker ins gelobte Land bringen, nachdem Moses verstarb.Josua hatte auch Angst. Das war eine hiesige Aufgabe als Nachfolger Mose das Volk nach Israel zu führen. Er wusste, es wird Menschen geben, die sich dem widersetzen oder sogar gegen ihn ankämpfen. Aber Gott sprach ihm Mut zu und das mehr als einmal: Gott wird ihm ein Leben lag zur Seite stehen und er wird ihn stets Hilfe anbieten. Dabei sollte Josua nur mutig und entschlossen sein. Für Josua war es gewiss herausfordernd, sowie es für die Jugendlichen herausfordernd war jemanden Blinden durch einen Raum zu führen, ohne ihn zu verletzen. Der Blinde sowie die Völker Israels mussten auf Josua vertrauen und er vertraute Gott. Gott sagt das zu jedem einzelnen, dass jeder seine Ängste überwinden kann und mutig sein kann. Hab keine Angst und lass dich durch nichts erschrecken; denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst

In kleineren Gruppen sprachen die Jugendlichen über Angst, wie sie auftreten kann und wovor sie eigentlich Angst haben. Dabei gaben die Mitarbeiter zu verstehen, es ist ganz normal Angst zu haben. Sie hilft dem Körper zu überleben und versetzt ihn gleichzeitig, beispielsweise durch Angstschweiß, angespannte Muskeln, in Alarmbereitschaft. Beim Reden schrieben sie ihre Ängste gemeinsam auf einen großen Zettel und redeten darüber wie sie die Angst miteinander besiegen könnten. Dabei bezogen sie sich auf den Text über Josua und unterstrichen sich Worte und Sätze, die ihnen Mut zu sprechen.

Aktualisiert durch: Marcel Schröder