06.01.2020  | 
CVJM Oderbruch allgemein

Unternehmer unterstützt Christlichen Verein Junger Menschen

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Seelow (MOZ) Im CVJM-Jugendhaus in Seelow tropft es bei Regen durch. Ausgerechnet im größten Raum mit Billardtisch, Sitzecke, Tresen und Küche. Nachzulesen ist dies auch im Weihnachtsbrief an Freunde, Förderer, Mitarbeiter, Mitglieder und Begleiter des Vereins. Die Glasüberdachung ist undicht, bestätigt Ingo Schaper. Er ist seit September Gesamtleiter des Christlichen Vereins Junger Menschen im Oderbruch.


Das Jugendhaus in Seelow sei dessen Keimzelle, erinnert er und verweist auf das 20-jährige Bestehen der Einrichtung, das im Juni begangen worden ist. Die Glaskonstruktion bereite dem Verein bereits seit einiger Zeit Sorgen. "Wenn wir das Problem anpacken, dann richtig", sagt Schaper und zeigt auf Stellen, unter denen bei Regen zum Teil sogar Mobiliar beiseite gerückt werden muss, um Schüsseln oder Eimer zum Auffangen aufzustellen. Klar wird damit aber auch, dass für das Vorhaben mehrere tausend Euro benötigt werden. Und so hofft nicht nur Ingo Schaper, dass nach dem Weihnachtsbrief den CVJM auch wieder die eine oder andere Spende erreicht.

Finanzspritze für Jugendarbeit

Über eine durften er und Jugendpfarrer Robert Parr sich bereits vor dem Fest freuen. Uwe Franz, Geschäftsführer der F/G/M Automobil GmbH in Frankfurt, unterstützt die Jugendarbeit des CVJM mit 2000 Euro. Der Unternehmer begleitet den Verein schon länger, half unter anderem dabei, vor zwei Jahren das Ersatzfahrzeug für den "Blauen Bus", das mobile Jugendzentrum für mehrere Gemeinden in der Region, zu beschaffen.

"Ich kenne den CVJM als Institution und auch die handelnden Personen gut", begründet Uwe Franz sein Engagement. Der "Blaue Bus", einst von Hans von der Marwitz initiiert und 2002 erstmals unterwegs, diene der Freizeitgestaltung auf dem platten Land. "Das ist doch toll", findet Uwe Franz und lässt den ebenfalls kontinuierlichen Einsatz der Frauen des Distrikts 86 von International Inner Wheel aus dem Südwesten Deutschlands nicht unerwähnt. Ein Jugendhaus sei nun mal nicht in jedem Ort möglich.

Beliebter Treffpunkt

Die Probleme mit der Dachkonstruktion in Seelow müssten grundsätzlich angegangen werden, hat sich Uwe Franz überzeugt. Laut Ingo Schaper herrscht in dem durch Glastüren teilbaren Raum an den Öffnungstagen ein reges Kommen und Gehen. "Erst sind die Jüngeren da, später die Älteren, im Schnitt immer zwölf bis 15 Jugendliche", berichtet der 55-Jährige. "Das Leben gemeinsam meistern" steht als Motto an der Wand. Das gehe aber nur gut vernetzt mit Eltern und Schulen.

Wichtig ist Ingo Schaper auch die Schulsozialarbeit. Schließlich sei die Schule der Lebensinhalt junger Menschen. "Das heißt, wir müssen sie dort begleiten und ihnen dort helfen", sagt er und weiß um die Einschnitte als der CVJM für entsprechende Stellen keine geeigneten Fachkräfte fand.

Artikel: MOZ, Anett Zimmermann
Foto: MOZ
Link zum Originalartikel: https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1774921/ 

Aktualisiert durch: Marcel Schröder