06.09.2019  | 
CVJM-Jugendhaus Wriezen

Gott ist nicht tot 2 – freie Religion oder verlorene Existenz

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Am Freitag, den 6. September 2019 bereiteten die Jugendlichen der Jungen Gemeinde kleine Snacks vor. Dabei handelte es sich um Toast Hawaii in verschiedenen Variationen. Denn, an diesem Abend musste es schnell gehen. Sie schauten sich den zweiten Teil von „Gott ist nicht tot“ an.

Einige Jugendliche erinnerten sich an den ersten Teil, der in den Winterferien auf der Leinwand gespielt wurde. Bereits dort lösten Plakate mit der Aufschrift „Gott ist tot“ emotionale Momente bei den Jugendlichen im Jugendhaus Wriezen aus. Nun kam auch noch der zweite Teil.

Die junge sowie gläubige High-School-Lehrerin Grace Wesley behandelt in ihrem Geschichtsunterricht die Bürgerrechte, die durch die Männer Ghandi und Martin Luther King in der Welt Gesichter erhielten. Die Schülerin Broke stellte eine Frage, ob Jesus nicht auch das Gleiche wollte, die von der Lehrerin beantwortet wurde. Bereits in diesem Moment schaltete sich die Schulaufsichtsbehörde ein, da Grace unerlaubte Glaubensbeeinflussung vorgeworfen wurde. Vor dem Komitee solle sie sich entschuldigen, ihren Glauben zügeln und „Jesus“ nicht mehr in den Mund nehmen. Von ihrem Glauben überzeugt, konnte sie das nicht. So gehen die Eltern von Broke mit der Schule vor Gericht, um einen Präzedenzfall zu schauen, um Grace Existenz zu ruinieren.

Vor dem Geschworenengericht sieht es nicht gut. Der Glauben als Religionsfreiheit steht in der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika tief verankert. Doch darf die Religion sowie Zitate von historischen Personen aus dem öffentlichen Leben verbannt werden und zur Privatsache werden? Die Lehrerin Grace Wesley, ihr Anwalt und Broke setzen sich für ihren Glauben ein.

Für einige junge Erwachsene war der Film emotional. Es erinnerte ihnen an die eigene deutsche Geschichte. Eine Religion sollte nicht nur vertrieben, sondern ausgerottet werden. Sie habe nichts im Leben der Deutschen zu suchen und sei unmenschlich. So sah es auch im Geschichtsunterricht und dem öffentlichen Leben in den Vereinigten Staaten aus. Es war für die Jugendlichen unfassbar wie sehr Menschen für ihren Glauben sowie ihrer Überzeugung kämpften.

Auch in der heutigen Zeit kämpfen viele für das Gute in der Welt: Jugendliche gehen für eine bessere Zukunft auf die Straße und möchten von der Gesellschaft nicht nur wahrgenommen, sondern auch gehört werden. 

Aktualisiert durch: Marcel Schröder