20.05.2019  | 
Blauer Bus

Familientreffen auf dem Schulhof - Grundschule Altreetz

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Altreetz (MOZ) Das neu gestaltete Außengelände der Grundschule in Altreetz stand jetzt beim Tag der offenen Tür besonders im Mittelpunkt.
Der kleine öffentliche Fußballplatz war kurzerhand zum Reitplatz umfunktioniert worden. Auf dem Spielplatz nebenan wippte ein Vater mit seinem Kind und auch auf dem Gelände der Grundschule in Altreetz fühlte man sich am Sonnabendvormittag wie auf einem recht entspannten Familientreffen. Trotz der verschiedenen Sport- und Spielangebote, darunter der AG Feuerwehr und der AG Hockey, sowie der fetzigen Diskomusik aus den Lautsprechern.

"Das ist hier immer so", war zu hören und Schulleiter Henry Christoph lobte die gute Zusammenarbeit nicht nur im eigenen Haus, sondern auch mit den Eltern und der angrenzenden Kita "Rappelkiste". Kinder der Einrichtung hatten zu Beginn der Veranstaltung mit ihrem Entenlied und anderen Stücken ihres Programms begeistert.

Eltern informieren sich früh

"Wir hatten heute auffallend viele Familien mit jüngeren Kindern bei uns, die ich nicht kannte", stellte er fest und vermutete, dass diese sich schon frühzeitig über das Angebot der Schulen in ihrer Umgebung informieren. Genau dazu hatte die Einrichtung in Altreetz auch eingeladen. Allerdings war dieser Tag der offenen Tür ein besonderer. Schließlich wurde in dem Rahmen der neugestaltete Schulhof übergeben. Zuletzt sei ein Basketballkorb installiert worden, antwortete Henry Christoph auf die Frage zu noch vor Kurzem sichtbaren Absperrbändern.

Fertig gestellt worden sei der durch die Hortkinder mitgenutzte Schulhof mit nun ebenfalls neuem Klettergerüst in der Mitte bereits im November. Allerdings mit deutlicher Verzögerung. So war ursprünglich vorgesehen, den ersten Bauabschnitt mit allen Tiefbau- und Pflasterarbeiten bereits 2017 zu realisieren. Doch nach einer ersten Ausschreibung folgte erst einmal die Ernüchterung. Die in den Angeboten angegebenen Kosten lagen deutlich über den Mitteln, die die Gemeinde für den seit DDR-Zeiten nahezu unveränderten Schulhof eingeplant hatte.

Begleitet wurde das zuletzt auf etwa 200 000 Euro bezifferte Vorhaben zudem von Archäologen, da in direkter Nachbarschaft die Dorfkirche steht. Deshalb war zu recht davon ausgegangen worden, dass die Bauleute auf den ehemaligen Friedhof beziehungsweise Teile davon stoßen würden. "Doch wir sind alle entspannt geblieben, sogar die Kinder", blickte Henry Christoph jetzt auf die Arbeiten zurück. "Sie haben ja gesehen, dass und wie es vorangeht, und wussten, dass da etwas für sie entsteht."

Kuchenbasar am Montag

Papierflieger und Anti-Stress-Bälle basteln oder einfach nur Steine bemalen, konnten die Kinder am Sonnabend bei Christina Wagner vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) Oderbruch. "Ich staune immer wieder, was sich die Schule alles einfallen lässt", sagte sie. Mit dem "Blauen Bus", dem mobilen Jugendzentrum des CVJM, macht sie sonst dienstags von 14.30 bis 19 Uhr vor der Schule Station. Udo Vilbrandt, Maschinist der Freiwilligen Feuerwehr sowie Hausmeister und AG-Leiter an der Schule, drehte da bereits die letzten Grillwürste um. Über den übrig gebliebenen Kuchen dürften sich die Kinder aber noch am Montag freuen. So dachten die Frauen vom Förderverein schon an einen Kuchenbasar. Und hoffen, dass auch namenlose Bleche wieder ihre Besitzerinnen finden.

Aktualisiert durch: Marcel Schröder