10.04.2021  | 
CVJM Oderbruch e. V. Gesamtverein

Ehrenamt in der Jugendarbeit, Nachwuchsbetreuer beim CVJM in Seelow und Wriezen ausgebildet

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Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder in der Freizeit gut betreut werden, von Menschen, die motiviert sind und Verantwortungsbewusstsein zeigen. Die sogenannte Jugendleiter-Card-Ausbildung (Juleica) schreibt bundeseinheitliche Standards vor, welche Voraussetzungen die Ehrenamtlichen erfüllen müssen.

Ausbildung findet sonst in einer Jugendbegegnungsstätte statt
Eine solche Ausbildung führte der CVJM Oderbruch in seinen beiden Jugendhäusern in Seelow und Wriezen in den Osterferien durch. „Eigentlich wären wir jetzt mit anderen Gruppen in Mötzow am Beetzsee bei Brandenburg an der Havel“, erzählt Laurina Affeld. Dort findet normalerweise jährlich die Juleica-Ausbildung für CVJM-Gruppen aus Brandenburg statt. „Diese lebt sehr stark von der direkten Begegnung und dem Austausch zwischen den verschiedenen Gruppen“, weiß die Chefin des Seelower Jugendhauses.
 
Online-Schulung als Alternative zur Präsenz-Veranstaltung
Wegen des Lockdowns musste schon der im vergangenen Jahr geplante Lehrgang danals komplett in die digitale Welt verlegt werden. „Das war völlig neu für uns, aber wir haben es in Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern geschafft, ein gutes Format zu entwickeln, dass jetzt auch als Vorbild für unseren Bundesverband dient“, erklärt Laurina Affeld, die auch selbst Vorträge online hält.

Referenten waren per Video zugeschaltet
Seit Dienstag trafen sich Linda (19), Kevin (13) und Florian (15) im Jugendhaus in Seelow. Per Video waren sie der Live-Online-Schulung des CVJM Deutschland zugeschaltet. In jedem Modul erklärten erfahrene Referenten Themen wie Recht, Kommunikation oder Gruppensoziologie. Dabei hatten die Jugendlichen auch die Möglichkeit in Kleingruppen oder im Experten-Chat das Gehörte zu vertiefen.

Diskussion in kleiner Gruppe brachte Vorteile
Linda absolviert gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr im Familienzentrum „Das Nest“. Die Letschinerin möchte als Betreuerin im Sommer bei der Familienfreizeit dabei sein. „Mir war wichtig, zu lernen, wie ich gegenüber Kindern altersgerecht reagieren soll“, erzählte Linda, die noch in diesem Jahr ein Studium in Sozialer Arbeit beginnen möchte. „Deshalb interessiert mich besonders das Thema Entwicklungspsychologie.“ Die Mischung aus Vorträgen, Selbststudium und Gruppenarbeit im Jugendhaus fand die 19-Jährige gut. „Dass wir eine kleine Gruppe sind, ist ein Vorteil, wir können viel besser diskutieren und uns intensiver kennenlernen.“
 

Auch praktisches Arbeiten kam nicht zu kurz
Neben den Vorträgen per Video-Schalte wurde auch viel gemeinsam praktisch gearbeitet. Es wurde gekocht, Gruppenspiele ausprobiert und Fallbeispiele diskutiert - alles, um Sicherheit in der Arbeit mit Kindern zu erlangen. Wie wichtig dabei das gemeinsame Gespräch ist, erlebte Laurina Affeld beim Thema Jugendschutz: „Es gab viele Nachfragen, wie man in schwierigen Situationen handeln soll, so zum Beispiel, wenn ein Jugendlicher Alkohol getrunken hat.“

Zertifikat bringt auch Vorteile bei einer Bewerbung
Für den 15-jährigen Florian war bei dem Thema schon vieles bekannt: „Ich höre sowieso eher auf meinen Bauch und liege damit oft richtig.“ Die Theorie war aber trotzdem für ihn logisch und nachvollziehbar. Der Seelower möchte später einmal Erzieher werden. Er liebt die Herausforderung und deshalb sieht er seine Zukunft in der Arbeit mit schwer erziehbaren Jugendlichen. Die Juleica absolvierte der junge Mann, um bessere Chancen bei seiner Bewerbung zu haben. „Es macht sich immer gut, wenn man ein Zertifikat nachweisen kann.“

Die Einhaltung der Corona-Regeln wurde sehr genau genommen
Auch im Wriezener Jugendhaus fand parallel die Juleica-Ausbildung statt. „Dort waren es drei Jugendliche - zwei Mädchen und ein Junge“, weiß Laurina Affeld, die sehr genau auf die Einhaltung der Corona-Regeln achtete. „Wir haben extra eine CO2-Ampel angeschafft, lüften regelmäßig und alle tragen Masken.“ Die Verteilung der Jugendlichen auf beide Häuser sichere zudem, dass die jeweilige Gruppe die vorgeschriebene maximale Teilnehmerzahl von fünf nicht überschreitet.
 
Gelbe Scheckkarte als Nachweis der Ausbildung kommt per Post
Nach dem erfolgreichen Abschluss der 40-stündigen Ausbildung am Sonnabend müssen die Nachwuchsbetreuer nun noch einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren und werden dann die Juleica beantragen. Diese kommt anschließend per Post im Format einer kleinen gelben Scheckkarte nach Hause. Damit können sich die jungen Ehrenamtlichen gegenüber Anbietern von Ferienreisen und Behörden als ausgebildeter Jugendleiter ausweisen.

Artikel von: MOZ, Steffen Adam
erstellt am: 10.04.2021
Verfügbar über: https://www.moz.de/lokales/seelow/ehrenamt-in-der-jugendarbeit-nachwuchsbetreuer-beim-cvjm-in-seelow-und-wriezen-ausgebildet-56168783.html 

Aktualisiert durch: oeffentlichkeitsarbeit