19.09.2020  | 
CVJM-Jugendhaus Wriezen

Partizipation: CVJM lebt aktive Jugendbeteiligung junge Menschen richten sich ihre Räumlichkeiten ein

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Die Kinder und Jugendlichen treffen sich im CVJM-Jugendhaus Wriezen neuerdings nicht nur, um dort zu verweilen, reden und zu spielen, sondern auch um die Bistroräumlichkeiten neuzugestalten.

Am Samstag, den 19. September 2020 war es soweit: Morgens fuhren die Jugendlichen in ein schwedisches Möbelhaus, um dort die ersten Möbel zu kaufen und sie anschließend gemeinsam im Jugendhaus aufzubauen. Einige Jugendliche nahmen erstmals Werkzeuge in die Hand, um Sitzschalen mit den Füßen zu befestigen oder Holzpanele zusammen zu hämmern. Wer darauf keine Lust hatte, schliff im Garten Europaletten ab. Aus den teils gespendeten Paletten sollen nach den Vorstellungen der jungen Menschen Palettenbänke und Holzcouchtische werden. Anschließend werden diese noch lasiert, bevor sie getrocknet zusammengeschraubt werden.

Wichtiges Thema: Nachhaltigkeit

Bereits seit Ende des Lockdowns tauschten sich die ersten jungen Leute aus, wie sie sich die Bistroräumlichkeiten vorstellen, wie sie die Räume mit neuen Inhalten und Leben füllen wollen. Sie zeichneten einen Grundriss der Räume, diskutierten über mögliche Einrichtungsgegenstände und setzten sich dabei mit der Beschaffenheit der Möbel auseinander. Wichtig ist den jungen Menschen das Thema Nachhaltigkeit. Sie möchten nicht nur neue Möbel kaufen, sondern auch Einrichtungsgegenstände aus Holz bauen und wiederverwerten. Damit sollen alte Holzregale und Europaletten einen neuen Zweck finden.

Sie entscheiden: Jugendliche sollen sich in ihrem Haus wohlfühlen

Seit einiger Zeit wünschten sich einige Jugendliche, dass die Räume neue Möbel bekämen und die Stühle nicht nur durch ältere Modelle ersetzt werden. „Wenn sich junge Menschen dafür einsetzen, dass ihr Kinder- und Jugendzentrum nach ihren Bedürfnissen einzurichten, dann unterstütze ich das auch“, so die 24-jährige Jugendreferentin Lisann Nietfeld, die das Partizipationsprojekt leitet und die Jugendlichen aktiv beteiligt. Sie findet es wichtig, dass junge Menschen sich in ihrem Kinder- und Jugendzentrum der Stadt Wriezen wohlfühlen und geborgen fühlen sollen. „Es ist ihr Rückzugsort und ihr zeitweiliges zweites Zuhause. Hier begleiten und fördern wir sie auf ihre -  Lebensweg.“ Gleichzeitig setzen sie sich innerhalb des Projekts im außerschulischen Bereich mit demokratischen Entscheidungsprozessen auseinander und versuchen Kompromisse zu finden.

Professionelle Hilfe benötigt: Elektronik und Schalldämmung

Die Jugendlichen müssen noch zwei Herausforderungen meistern. Einerseits benötigen sie neue Deckenbeleuchtungen bei den hohen Decken, um auch in dunklen Stunden ausreichend sehen zu können. Diese müssten erstmals installiert werden. Andererseits möchten sie den Lärm vom Tischtennis und Kickerspielen reduzieren, in dem in zwei Räumen schalldämmende Module befestigt werden sollen. Dazu benötigen die Jugendlichen professionelle Unterstützung von Unternehmen in der Region.

Das Partizipationsprojekt wird durch Fördergelder des Landkreises Märkisch-Oderland sowie Sach- und Geldspenden unterstützt. Zusätzlich versuchen die Jugendlichen weitere Spenden zu erhalten. „Wer seine Pfandflaschen spenden möchte, kann sie gerne während der Öffnungszeiten zum Jugendhaus Wriezen bringen“, so der 13-Jährige Jan, der bereits einige Flaschen gespendet hat. Natürlich können auch Geldspenden abgegeben werden oder gespendet werden an Sparkasse Märkisch-Oderland, CVJM Oderbruch e. V., IBAN: DE31 1705 4040 3501 3065 20, BIC: WELADED1MOL, Verwendungszweck: Bistro Wriezen

 bereits neu aufgebaut fürs gemeinsame Kochen:

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von Lisann Nietfeld

Aktualisiert durch: oeffentlichkeitsarbeit