15.10.2019  | 
CVJM Oderbruch allgemein

Musical-Jungstars begeistern

LUB Seelow Kirche Kindermusical Josef (13)

Seelow (MOZ) "Sie haben wunderbare Kinder. Wir haben sie in den vergangenen  Tagen kennenlernen und mit ihnen arbeiten dürfen. Jetzt präsentieren wir Ihnen das Ergebnis." Mit dem Kompliment begrüßte Jugendpfarrer Robert Parr die Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde der Darsteller in der voll besetzten Seelower Stadtpfarrkirche. Sie waren der Einladung des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) Oderbruch zur Premiere des Kindermusicals "Josef" gefolgt.


Seit dem 5. Oktober hatten 44 Mädchen und Jungen aus dem gesamten Landkreis Märkisch-Oderland und darüber hinaus im Musicalcamp kreative Ferientage verlebt. Untergebracht waren die angehenden Musical-Jungstars in der Seelower Grundschule. "Vielen Dank für diese Möglichkeit, die uns die Stadt Seelow eingeräumt hat", sagte Laurina Affeld. Die Leiterin des Seelower CVJM-Jugendhauses hatte zusammen mit Rebecca Bischoff den sprichwörtlichen Hut für das Musicalcamp auf.

15 ehrenamtliche Betreuer
Insgesamt haben 21 Betreuer in verschiedenen Workshops mit den Kindern getanzt und gesungen, Texte einstudiert und Kulissen gebaut, aber auch gemütliche Stunden nach der anstrengenden Probenarbeit verbracht. 15 der Betreuer waren ehrenamtliche Helfer. Auf die Leinwand projizierte Bilder gaben den Besuchern in der Seelower Kirche vor der Aufführung einen Eindruck vom Campleben.

Der Stoff für das Musical stammte diesmal aus dem Alten Testament. Denn bei Josef handelte es sich nicht für den weithin bekannten Ehemann von Jesus’ Mutter Maria, sondern um den zweitjüngsten Sohn des Erzvaters Jakob (siehe Infokasten). Der ist der Lieblingssohn des Vaters, was seine elf Brüder eifer- und rachsüchtig macht. "Er wird hemmungslos verwöhnt", klagt der Kinderchor in der Kirche.

Das Musical beginnt mit einem von Darstellern wie Besuchern gesungenen "Happy birthday, lieber Josef" (toll gespielt vom 13-jährigen Simeon aus Gorgast). Doch die Brüder hassen Josef, der geträumt hat, man verneige sich vor ihm. Sie verkaufen ihn an einen Sklavenhändler.

Aufführung auch in Freienwalde
Doch Josef, der an seinem Glauben festhält, geht nicht unter. Er macht in Ägypten Karriere, wird zum Vertrauten des Pharao (gespielt von Tullia, 13, aus Wriezen) und sagt diesem voraus, dass es nach sieben "fetten" Jahren sieben Dürrejahre geben wird. Es werden Vorräte angelegt.

Weil auch die Nachbarvölker betroffen sind, stehen eines Tages seine Brüder mit der Bitte um Getreide vor ihm. Josef stellt sie auf die Probe – und vergibt ihnen. Er lässt seinen Vater und sein Volk, die Hebräer, nach Ägypten kommen. Die von den Zuschauern am Ende bejubelte moderne Fassung der biblischen Geschichte um Verrat, Gottvertrauen, Liebe und Vergeben gelang auch diesmal durch die bühnen-technische Unterstützung von Willi Fredrich und Björn Richter. Eine zweite Vorführung gab es in der Bad Freienwalder Stadtkirche.

Artikel von: MOZ, Ines Weber-Rath
Fotos: MOZ
Link zum Original: https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1758976/ 

Aktualisiert durch: Marcel Schröder