10.01.2018  | 
Blauer Bus

Nun fehlt nur noch die Zulassung - Blauer Bus steht in Schulzendorf bereit

Schulzendorf (MOZ) Der neue "Blaue Bus" steht nicht nur wie angekündigt seit Wochenbeginn in Schulzendorf. Am Dienstag kam auch die ersehnte Ausnahmegenehmigung des Brandenburgischen Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung - die Voraussetzung für die Zulassung.
Die Hoffnung, dass der neue "Blaue Bus" spätestens in der nächsten Woche eingesetzt werden kann, ist seit Dienstagnachmittag groß. "Wir haben heute die Ausnahmegenehmigung und Erlaubnis des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung erhalten, dass wir das Fahrzeug als mobiles Jugendzentrum nutzen dürfen", berichtete Kathrin Schilling aus der Verwaltung des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) Oderbruch in Seelow am Telefon. Nun müsse der neue "Blaue Bus" nur noch zugelassen werden.

Tags zuvor war das Fahrzeug von Frankfurt nach Schulzendorf überführt worden. Darüber, dass dieser Termin nach all den Verzögerungen beim Umbau gehalten werden konnte, freute sich Stefanie Thierer, die beim CVJM für die mobile Jugendarbeit und damit auch für den "Blauen Bus" zuständig ist. Mit Robbin Manthey, Jana Friers, Laurina Affeld, Damaris Schröder und Christina Wagner, die neben den Fahrern zum Team des "Blauen Busses" gehören, räumte sie am Dienstag die bewegliche Ausstattung aus dem bisherigen Fahrzeug in das neue um, darunter Geselligkeitsspiele, Tischtenniskellen, Badminton-Schläger, Bälle aller Art und Küchenutensilien. Der alte "Blaue Bus", Baujahr 1991 und in den vergangenen 15 Jahren für die Jugendarbeit unterwegs, war bereits seit Mitte November nicht mehr einsatzfähig, die ohnehin schon länger anfällige Elektrik ganz ausgefallen.

"Ist das hier schön warm", meinte dann auch Laurina Affeld, als das Gros des Umladens gegen Mittag abgeschlossen war und im neuen Fahrzeug die Heizung lief. Dass alles funktioniert, sei der größte Unterschied zum alten, erklärte Jana Friers. "Als ich hier vor sechs Jahren angefangen habe, funktionierte zum Beispiel der Geschirrspüler schon nicht mehr", blickte sie zurück, um dann zu ergänzen, dass der neue Küchenbereich größer sei. Sowohl in Bezug auf den Stauraum als auch die Bewegungsfreiheit. Praktisch findet sie zudem, dass sich der Herd jetzt in Arbeitshöhe befindet.

Zwischendurch schaute Liane Klockemann von der Massierer GmbH vorbei, auf dessen Firmengelände zurzeit beide Fahrzeuge stehen. "Das alte kenne ich ja noch aus den Anfangszeiten", meinte sie. "Das hier ist aber eine ganz andere Welt", entgegnete Stefanie Thierer und steckte Zeitungsbeiträge und einen Aufruf für ein Freiwilliges Soziales Jahr an die Pinnwand im vorderen Teil des Busses.

Was aus dem alten wird, werde der Bus-Ausschuss des CVJM demnächst noch klären, sagte sie. Konkrete Anfragen von möglichen Nachnutzern, darunter Theo Masche vom Missionscamp Oderbruch in Manschnow, gebe es bereits. Spenden auch für den laufenden Betrieb des neuen Fahrzeugs seien immer willkommen. Für den Bus selbst war ebenfalls gesammelt worden. "Wir sind gerade beim Zusammenrechnen", so Stefanie Thierer. Vor Weihnachten sei der CVJM zum Beispiel noch mit einer Einzelspende über die Internetplattform betterplace.org in Höhe von 20 000 Euro überrascht worden.

www.cvjm-oderbruch.de

Artikel von: MOZ
Redakteurin: Annett Zimmermann
Link zum Originalartikel: https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1630114/

Aktualisiert durch: Marcel Schröder